Coaching Schulverpflegung

Mädchen mit Apfel in der Hand unterhält sich mit anderem Mädchen am Essenstisch.

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder und Jugendliche essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Schulverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Schulen wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Mittelfranken unterstützt sie dabei mit dem Coaching Schulverpflegung.

Neue Coaching-Runde – bis 16. Oktober 2020 bewerben

Schulen können sich bis 16. Oktober 2020 für eine Teilnahme am Coaching Schulverpflegung im Schuljahr 2020/21 bewerben.
Aus allen Bewerbungen werden bayernweit 40 Schulen ausgewählt, die ab Januar 2021 bis Juli 2021 von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung fachlich unterstützt und begleitet werden.
Die Teilnahme am Coaching Schulverpflegung wird vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finanziert und ist somit für alle Schulen kostenfrei.

Voraussetzungen

Mitmachen kann jede Schule, die

  • ihren Sitz in Bayern hat
  • mindestens vier Tage in der Woche eine warme Mittagsverpflegung anbietet
  • einen Verpflegungsbeauftragten* als Ansprechpartner für den Schulverpflegungs-Coach stellt
  • ein Essensgremium** installiert, bestehend aus mindestens einem Vertreter der Schulleitung, dem Verpflegungsbeauftragten, einem Elternvertreter und dem Speisenanbieter
  • bereit ist, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken
*Verpflegungsbeauftragter: Wichtig ist es, innerhalb des pädagogischen Teams einen Verpflegungsbeauftragten zu benennen, der die Treffen des Essensgremiums organisiert und koordiniert. Er ist erster Ansprechpartner rund um das Thema Verpflegung. Der Verpflegungsbeauftragte bündelt alle Anliegen rund um den Speiseplan und bringt sie im Essensgremium ein.
**Essensgremium: Die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen, die in den Kitas und Schulen vorliegen, erfordern ein systematisches Vorgehen und das Einbeziehen aller Beteiligten in einem Essensgremium. Mitglieder sind Leitung, Verpflegungsbeauftragter, Speisenanbieter bzw. Küchenteam, Elternvertreter, ggf. Schülervertreter und Träger. Gemeinsam legen Sie die Ausrichtung der Verpflegung fest. Sie treffen sich in regelmäßigen Besprechungen rund um das Thema Verpflegung.

Hinweise zum Coaching-Prozess

Grundlage
Die fachliche Grundlage des Coaching-Prozesses sind die Bayerischen Leitlinien Schulverpflegung.

Eine Checkliste definiert die Handlungsfelder:

  • Organisation/Rahmenbedingungen
  • Gesundheit/Speisenangebot
  • Wertschätzung/Kommunikation
  • Nachhaltigkeit/Lebensmittelqualität
  • Ökonomie/Kostentransparenz
Ablauf
Zu Coaching-Beginn erfolgt eine Bestandsaufnahme auf Basis der Checkliste.
Außerdem analysiert die Schule ihren Speiseplan mithilfe des Speiseplan-Checks Kita- und Schulverpflegung.
Mit Unterstützung des Coaches formuliert das Essensgremium individuelle Ziele zur Verbesserung des Mittagsverpflegungsangebots, wobei die Optimierung des Speiseplans gemäß des DGE Qualitätsstandards für die Schulverpflegung verpflichtender Bestandteil ist. In Anlehnung an die Vorgaben für die DGE-Zertifizierung ist es das Ziel, dass die Speisepläne am Ende des Coaching-Jahres mindestens 60 % der Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllen. Außerdem muss im Laufe des Coaching-Prozesses, falls noch nicht vorhanden, ein Verpflegungsleitbild erarbeitet werden.
Mit den formulierten Zielen sollen in der Schule messbare Veränderungen im Hinblick auf das Mittagsverpflegungsangebot angestrebt werden. Um die formulierten Ziele zu erreichen, erarbeitet das Essensgremium gemeinsam mit dem Coach ein individuelles Lösungskonzept.

Bewerbung

Bitte reichen Sie folgende Bewerbungsunterlagen ein:

  • individuelles Bewerbungsanschreiben, in dem Sie schildern, welche Verbesserungen Sie bei Ihrer Mittagsverpflegung mit dem Coaching erreichen wollen und wo Sie konkreten Unterstützungsbedarf durch den Coach sehen
  • einen vierwöchigen Speiseplan Ihrer Schule
  • die Kopie des Verpflegungsleitbilds oder Verpflegungskonzepts (falls vorhanden)
Bewerbungsbogen
Bitte stellen Sie sicher, dass der Träger, die Schulleitung, der Verpflegungsbeauftragte und der Speisenanbieter die Bewerbung unterstützen und lassen Sie die Bewerbung von allen unterschreiben.

Ansprechpartnerinnen

Rebeka Kramer
AELF Fürth
Jahnstraße 7
90763 Fürth
Telefon: 0911 99715-1301
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de
Linda Dickert
AELF Fürth
Jahnstraße 7
90763 Fürth
Telefon: 0911 99715-304
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de

Rückblick

Coaching 2018/19 in Mittelfranken

Beste Noten für das Engagement der Schulen

Feierlicher Schulcoaching-Abschluss 2018/19 in MünchenZoombild vorhanden

Feierlicher Schulcoaching-Abschluss 2018/19 in München

Bayernweit haben 38 Kitas und 41 Schulen in diesem Schuljahr mit der Unterstützung von Ernährungsexperten ihre Verpflegung auf den Prüfstand gestellt und verbessert.
In Mittelfranken nahmen 6 Schulen und 5 Kitas am Coaching Kita- und Schulverpflegung teil. Ernährungsministerin Michaela Kaniber überreichte den Teilnehmern im Juli 2019 in München ihre Urkunden. "Damit stellen wir Ihrem Engagement beste Noten aus: Sie haben es gemeinsam geschafft, die Verpflegung Ihrer Kinder gesünder, regionaler und nachhaltiger zu machen", sagte die Ministerin. Die Bedeutung nachhaltiger und regionaler Ernährung sei nicht nur ein wichtiger Bildungsauftrag, so Kaniber: "Die Kinder sollen das auch jeden Tag bei ihren Mahlzeiten in der Kita und in der Schule erleben und schmecken."

Eichendorffschule, Erlangen

Tische und Stühle in einem Raum
Die Mittelschule Erlangen-Eichendorffschule entwickelt sich bis zum Schuljahresende 2020/21 zu einer "reinen" Ganztagsschule mit ca. 400 Schülern. Derzeit befinden sich 250 Schüler im gebundenen Ganztag und nehmen täglich an einem warmen Mittagessen teil, das ein Caterer liefert. Nach dem Mensaumbau arbeitet der Caterer in einer Aufbereitungsküche.

Herausforderungen und Ziele

  • Wegen derzeitiger Umbaumaßnahmen sollte die Akzeptanz der Mittagsverpflegung in der Mensa gesteigert werden.
  • Außerdem wollte man das Speisenangebot in beiden Menülinien verbessern.
  • Gemeinsam einigte man sich darauf, die eigene Philosophie einer gesunden und guten Schulverpflegung schriftlich zusammenfassen.
  • Schulprojekte und Aktionen sollten die Mensa und die Mittagsverpflegung aufwerten.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Zur Akzeptanzverbesserung präsentieren Schülergruppen im Schulgebäude regelmäßig ein ausgewähltes Gericht des Monats oder eine Zutat des Monats und verteilen kostenlose Probierhäppchen.
    Im Unterricht kochen Schüler vegetarische Gerichte nach einem vom Caterer vorgegebenen Warenkorb. Geeignete Gerichte werden in den Speiseplan des Caterers übernommen.
  • Erste Speiseplanoptimierungen wurden durchgeführt: In beiden Menülinien gibt es nun häufiger Salat/Gemüse und Naturjoghurt.
  • In der Mensa ermitteln die Pädagogen und Küchenmitarbeiter des Caterers täglich gemeinsam die Speiserestemengen. Diese Auswertungen helfen, die Bestellmengen weiter zu optimieren.
  • Auch in Sachen Ambiente und Ausstattung hat sich etwas getan: In den Speiseräumen wurden die Wände neu gestrichen und in der Küche die Einrichtung und Küchenausstattung ergänzt.

Stimmen zum Coaching

  • Küchenmitarbeiterin: "Ich wünsche mir, dass den Kindern hier unser Essen schmeckt. Dann fühle ich mich auch gut."
  • Pädagogische Betreuerin, Organisation Mensa: "Die Gespräche und der Austausch im Essensgremium geben mir wertvolle Einblicke in die Arbeitsbereiche der Küchenmitarbeiter. Es entsteht mehr Verständnis untereinander. In der Mensa können wir dadurch zu einem noch besseren Team zusammenwachsen und auch die Kinder gezielter anleiten."

Grundschule Lehrberg, Lehrberg

Außenansicht Gebäude der Grund- und Mittelschule Lehrberg
Die Grund- und Mittelschule Lehrberg bietet eine offene Ganztagsschule und für die jüngeren Schüler eine Mittagsbetreuung an. Täglich liefert der Caterer ca. 30 Essen an, die das pädagogische Personal ausgibt.

Herausforderungen und Ziele

  • Man wollte allen Beteiligten den Mehrwert und die Vorteile einer optimierten und gut organisierten Mittagsverpflegung deutlich machen.
  • Die Essensausgabe der Mittagsbetreuung sollte vorsichtig umgestaltet und optimiert werden, um ein ergonomisches Arbeiten und eine spürbare Erleichterung für die Mitarbeiter zu erreichen.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Für die Mensa der Offenen Ganztagesklasse wurden Stühle und Tische gespendet. Dadurch wurde der Raum wesentlich wohnlicher und lädt zum Verweilen in der Mensa ein. Außerdem wird die Mensa mehrmals jährlich umdekoriert.
  • Die Schüler erhalten kostenlos ein zuckerfreies Getränkt zu jeder Mahlzeit.
  • Das Bezahlsystem ist seit April 2019 umgestellt. So wurde die Möglichkeit geschaffen, dass sozial benachteiligte Kinder über "Bildung und Teilhabe" an der Mittagsverpflegung teilnehmen können.
    Eltern, deren finanzielle Situation angespannt ist, können vom Förderverein finanziell unterstützt werden.

Heinrich-Schliemann-Gymnasium, Fürth

Mitten in Fürth bietet das Heinrich-Schliemann-Gymnasium als offene Ganztagsschule an vier Tagen pro Woche eine Mittagsverpflegung an. Die Mensa ist im Altbau in der ehemaligen Hausmeisterwohnung zusammen mit dem Offenen Ganztag untergebracht. Die ca. 50 warmen Mahlzeiten liefert ein Caterer und gibt sie vor Ort aus. Durch die Innenstadtlage konkurriert die Schulverpflegung mit vielfältigen Angeboten.

Herausforderungen und Ziele

  • Der Speiseraum war räumlich sehr eingeschränkt und farblich nicht ansprechend gestaltet. Der Lärmschutz sollte verbessert werden.
  • Bisher stand den Schülern kein Wasser zum Essen zur Verfügung. Es sollte bis zum Schuljahresende ein Trinkbrunnen installiert werden, der sowohl von allen Schülern, aber auch für die Mittagsverpflegung genutzt werden kann.
  • Der Speisenanbieter woll das Angebot noch weiter nach den Regeln der DGE optimieren.

Lösungswege

  • Der bisher genutzte Platz für die Rückgabewägen bot sich für die Installation einer Garderobe und eines Regals für die Büchertaschen an. Hiermit würde sich die räumliche Enge beim Essen noch weiter verbessern.

Ergebnisse

  • Bereits nach dem ersten Coachingtermin konnten die Rückgabewägen und die Tische so umgestellt werden, dass sich die Anstellsituation entspannt hat.
  • Eine Schreinerei hat zwei Regale für Büchertaschen gefertigt und vor der Mensa bzw. im Anstellbereich aufgestellt.
  • Eine Wandtafel in der Mensa präsentiert ab sofort den Wochenspeiseplan.
  • Es wurden Karaffen und Becher angeschafft, damit die Schüler zum Essen auch trinken können.
  • Der Fragebogen zur Zufriedenheit ist in den beiden Wochen vor den Pfingstferien an die Schüler, die am Mittagessen teilnehmen, verteilt worden und wurde in den Ferien ausgewertet.
  • Ein Lärmschutz bzw. eine Schalldämmung für den Speisraum ist beauftragt. Außerdem wird der Speiseraum spätestens Ende der Sommerferien neu gestrichen.
  • Geeignete Halterungen für die Tablett Rutsche sind bereits beauftragt.

Stimmen zum Coaching

  • Herr Neubauer: "Das Coaching war wertvoll für unsere Schule. Immer wieder nachfragen, erinnern, insistieren, das Beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln (Schüler, Lehrer, Ganztag, Elternbeirat, Caterer). Der äußere Zwang, am Ball zu bleiben, ist wichtig, um erfolgreich zu werden."
  • Elternbeirat: "Das Coaching war bereichernd für den Mensaalltag. Dinge ansprechen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, einen Blick von außen darauf zu werfen – das hilft ungemein, Verbesserungen herbeizuführen. Das Coaching ist ein Anstoß, sich auf den Weg zu machen, etwas zu verbessern. Durch seine Mithilfe will der Elternbeirat die Möglichkeit schaffen, dass die Kinder einen Raum haben, in dem sie gerne sind. Die Nutzung der Mensa spart in der kurzen Mittagspause nicht nur Zeit, sondern soll auch Entspannung bringen. Das Instrument der Befragung soll auf jeden Fall beibehalten werden, die Auswertungen sollen online gestellt werden, damit die Kinder merken, dass sie ernst genommen werden und dass hier etwas passiert."
  • Schüler: "Die Umfrage war cool – aber es wäre auch cool, wenn wir eine Umfrage machen könnten, welche Farbe die Wände der Mensa bekommen sollen."
  • Speisenanbieter:" Es sind Fortschritte gemacht worden, vor allem die augenscheinlichen, baulichen Mängel sind beseitigt."

Peter-Vischer-Schule, Nürnberg

Außenansicht Gebäude Peter-Vischer-Schule Nürnberg
Die städtische Peter-Vischer-Schule Nürnberg vereinigt Realschule und Gymnasium unter einem Dach. Insgesamt werden in der Mensa täglich bis zu 275 von einem Catering-Unternehmen gelieferte Essen ausgegeben. Auch der Hausmeister und eine Cafeteria des Kulturladens im Haus geben Essen aus, das vornehmlich ältere Schüler nutzen. Im Rahmen größerer Umbau- und Neubaumaßnahmen soll auch die Mensa erweitert werden.

Herausforderungen und Ziele

  • Die Schule wollte ihren Mensabesuchern einen noch ausgewogeneren Speiseplan mit z.B. mehr Gemüse und Vollkornprodukten bieten.
  • Ernährungsbildende Maßnahmen sollten den Schülern das Thema "Gesunde Ernährung" näher bringen und dazu verhelfen, dass die Veränderungen auf eine bessere Akzeptanz stoßen.
  • Um die Zufriedenheit der Schüler abzufragen, wünschte sich das Essensgremium ein Feedbacksystem.
  • Weitere Ziele stehen noch zur Bearbeitung, jedoch ist im Moment der Umbau und dadurch bedingt ein Umzug der Mensa eine große Herausforderung.

Lösungswege

  • Thementage zur gesunden Ernährung sollten gezielt dabei helfen, ein gesünderes Angebot zu etablieren.
  • Gemeinsam wünschte man sich eine schrittweise Einführung von Vollkornprodukten sowie Rohkoststicks statt Salat, sowie einen Veggietag.
  • Um die Akzeptanz von Fischgerichten und vegetarischen Gerichten zu steigern, sollten als Zweitgericht die weniger beliebten Gerichte angeboten werden.

Ergebnisse

  • Die Einführung des Veggiedays ist für nächstes Jahr geplant, da sich die Mensa derzeit noch im Umbau befindet. Zur Aktzeptanzsteigerung soll dieser an einem Elternabend sowie in Zusammenarbeit mit den Lehrern in den Schulklassen vorgestellt werden.
  • Eine schönere Gestaltung des Bestellportals wird noch bis zum Ende des Jahres umgesetzt.
  • Zudem soll die Bestellung eines gesundheitsförderlichen Angebotes vereinfacht werden, indem das betreffende Gericht in der Bestellsoftware mit einem Icon markiert wird.
  • Salate werden vor Ort vom Ausgabepersonal mit Tomate oder Gurkenstücken verschönert und auch an der Erweiterung des Vollkornangebotes wird gearbeitet.

Scharrer-Mittelschule, Nürnberg

Außenansicht Scharrer-Mittelschule Nürnberg
Die Scharrer Mittelschule befindet sich im Herzen Nürnbergs. Täglich essen ca. 110 Schüler in der Mensa zu Mittag. Für den offenen und den gebundenen Ganztag wird das Essen von zwei Caterern geliefert und ausgegeben.

Herausforderungen und Ziele

  • Den Schülern sollte an erster Stelle ein Speiseraum zum Wohlfühlen mit angenehmer Atmosphäre gestaltet werden.
  • Auch eine Verbesserung des Speisenangebotes wurde angestrebt.
  • Ein weiteres Ziel ist die Steigerung der Akzeptanz seitens der Eltern und Schüler.

Lösungswege

  • Um für alle Kinder ein optimales Mittagessen gewährleisten zu können, diskutierte das Essensgremium nicht nur die Ziele der Schulverpflegung, sondern auch, wie sich die Raumgestaltung verändern sollte.
  • Besonders wichtig war dem Gremium, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Speisenplanung, Essen, das schmeckt und ein Wohlfühlklima beim Schulessen erlebbar werden sollen.
  • Zur Akzeptanzsteigerung war ein Probeessen für die Eltern geplant.
  • Durch fächerübergreifende Projekte soll den Kindern außerdem eine gesunde Ernährung auch im Unterricht weitergegeben werden.

Ergebnisse

  • Es werden bequeme Sitzkissen, Wandtatoos, Blumenkästen und weitere gestalterische Elemente für den Essensraum erworben.
  • Zudem wird ein Müllkontainer für die Essensreste selbst gemacht.
  • Das Essensangebot des Tages wird künftig auf einer Tafel und einer Pinnwand angekündigt.
  • So entsteht ein Wohlfühlort für die Mittagsmahlzeit, bei der Schule und Speisenanbieter die Kinder für gesundes Essen begeistern wollen.

Stimmen zum Coaching

  • Elternvertreterin: "Schön dass sich endlich was tut."
  • Elternvertreterin: "Es ist sehr gut, auch die Sichtweisen bzw. Begründungen für die Essensauswahl von den Essenslieferanten zu hören."
  • Speisenanbieter: "Man fühlt sich wohl in der Runde."
  • Verpflegungsbeauftragte: "Gut, dass wir so hilfreich unterstützt werden!"

Spalatin-Mittelschule, Spalt

Gebäude der Spalatin-Schule Spalt
Die Spalatin-Schule Spalt ist eine Grund- und Mittelschule im Fränkischen Seenland. Die Mittagsbetreuung besuchen etwa 60 Schüler und im Rahmen der drei Ganztagesklassen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 essen etwa 50 Schüler in der Mensa zu Mittag. Das Essen liefert ein Caterer und gibt es vor Ort aus. Die Schule will mittels des Coachings die Qualität des Essens verbessern und die Abläufe optimieren.

Herausforderungen und Ziele

  • Das engagierte Essensgremium wollte das Speisenangebot mit Hilfe des Coachings noch attraktiver, gesünder und schmackhafter gestalten.
  • Die Herausforderung bestand darin, die Wünsche der Schule mit den Möglichkeiten des Caterers unter einen Hut zu bringen.
  • Dabei wollte man die liebevolle Atmosphäre der Mensa, die Essenspreise und die Arbeitszeiten der Mitarbeiter durch die angedachten Veränderungen möglichst erhalten.

Lösungswege

  • Die Schule einigte sich darauf, bis spätestens Ende Januar 2019 täglich Obst und Gemüse als Gemüsebeilage im Speiseplan oder als Obst-/Gemüsesticks z.B. in Gläsern, oder anders optisch ansprechend, in ihrer Mensa anzubieten.
  • In Zusammenarbeit mit dem Speisenanbieter wurde besprochen, ob bzw. wie eine Anlieferung von frischem Obst und Gemüse möglich ist. Dieses würde vom Ausgabepersonal frisch zubereitet werden.
  • Um die Akzeptanz des Essens bei den Schülern und auch den Eltern zu steigern, war eine Betriebsbesichtung beim Speisenanbieter angedacht.
  • Des Weiteren sollte mit der Anschaffung entsprechender Gerätschaften wie z.B. einer Kühltheke für Desserts und Salate, die Qualität der Speisen optimiert werden.

Ergebnisse

  • Die Testphase für die Gemüsebeilagen, wurde von den Schülern bisher sehr gut angenommen. Der Speisenanbieter liefert einmal pro Woche eine Gemüsekiste, die liebevoll vom Ausgabepersonal frisch zubereitet wird. Diese Testphase wird bis Ende des Schuljahres vom Elternbeirat finanziert.
  • Schüler, Eltern, Lehrer und das Mensapersonal haben die Küche des Speisenanbieters mit voller Begeisterungen besucht. Eltern konnten an einem Probeessen in der Mensa mit positivem Feedback teilnehmen. Dies soll auch in Zukunft möglich sein.
  • Die Mensa wurde optisch durch Bilder der Foto-AG und durch Anschaffung von Serviettenhaltern aufgewertet.
  • Erste Angebote zur Anschaffung von Kombidämpfern und Kühleinheiten wurden eingeholt. Außerdem fanden Gespräche mit der Stadtverwaltung statt.

Stimmen zum Coaching

  • Schüler über die Küchenbesichtigung: "Es war groß und sauber."
  • Schulleiter: "Das Coaching war hilfreich, um den Blick auf gesundes und schmackhaftes Essen zu schärfen."
  • Ehem. Konrektorin: "Um die Akzeptanz des Essens und der Mensa zu steigern, ist es wichtig, Einfluss zu nehmen, kreative Ideen einzubringen, Abläufe zu hinterfragen und bei Entscheidungen mitzuwirken. So ist das in Spalt geschehen... Mit Essen Schule machen. Und zwar mit Erfolg!"
  • Elternbeiratsvorsitzende: "Es gab viele Sitzungen im Mensa-Coaching-Projekt mit einem engagierten Team. Durch das Probeessen konnten wir die Eltern von der Verpflegung überzeugen."
  • Mensaleiterin: "Es war interessant, den Caterer nicht nur als Lieferant, sondern als Gesprächspartner kennenzulernen."